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CLAIRISA

Climate-Air-Informations-System for Upper Austria

Schnee

(Mag. Johann Hiebl, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Wien, www.zamg.ac.at Logo von der ZAMG)

Neuschneesumme

In der jährlichen Neuschneesumme werden die einzelnen täglichen Neuschneehöhen eines Jahres zusammengezählt. Der tatsächliche Schneedeckenabbau durch Setzen, Schmelzen und Verdunstung wird nicht berücksichtigt.

Über das ganze Jahr summiert fallen im Flächenmittel Oberösterreichs durchschnittlich etwa 220 cm Neuschnee. Im Donautal, dem Innviertel und dem Zentralraum kommen jedoch weniger als 100 cm zusammen, am wenigsten mit 50 cm im Eferdinger Becken. In den höheren Lagen von Sauwald, Hausruck und Mühlviertel ergeben sich über das Jahr hinweg durchschnittliche Neuschneesummen von über 200 cm. Wesentlich mehr sind es in den Nordalpen. Mit 10 bis über 20 m ist das Dachsteinmassiv besonders schneereich.

Tage mit 1/2–5/6–10/>10 cm Neuschnee

Die jährliche Anzahl der Tage einer gewissen Neuschneehöhe erfasst die Tage mit der entsprechenden morgendlichen Neuschneehöhe während eines ganzen Jahres.

Die mittlere räumliche Verteilung der Tage mit 1 cm Neuschnee ist relativ gleichmäßig und umspannt Werte von zwei Tagen in den östlichen Voralpentälern bis zu zwölf Tagen am Dachstein. Überall in Oberösterreich schneit es an wesentlich mehr Tagen zwischen 2 und 5 cm. Durchschnittlich sind es sieben Tage in Wels und Enns, aber rund 45 Tage auf dem Dachsteingipfel. Während in die nächste Klasse, 6 bis 10 cm, im Allgemeinen wieder deutlich weniger Tage fallen, ist bei den Tagen mit mehr als 10 cm Neuschnee eine deutliche räumliche Differenzierung zwischen durchschnittlich nur einem Tag in vielen Niederungen und einem deutlichen Schwerpunkt in den alpinen Landesteilen erkennbar, wobei besonders das Hochgebirge hervorsticht.

Gesamtschneehöhe

Schneehöhenmaximum

Das mittlere jährliche Maximum der Schneehöhe ist der langjährige Durchschnitt der größten Schneehöhe eines Jahres beruhend auf den täglichen Beobachtungen. Folglich errechnet es sich aus dem Mittelwert der 30 jährlichen Maxima des Untersuchungszeitraumes. Die Jahre werden dabei von August bis Juli anstatt von Jänner bis Dezember ausgewertet, um die Teilung der natürlichen Schneesaison zu vermeiden.

Die höchste Schneedecke des durchschnittlichen Jahres beträgt im Flächenmittel Oberösterreichs 55 cm. Mit maximal nur 17 cm muss man z. B. in der Welser Heide im Durchschnittswinter rechnen. In höheren Lagen des Mühlviertels und in den Tälern der Nordalpen wird im Mittel über die Jahre eine maximale Schneehöhe von einem halben Meter erreicht. In den hochalpinen Lagen häuft sich üblicherweise eine Schneedecke von mehreren Metern Höhe an, bis über fünf Meter sind es auf dem Hohen Dachstein.

Schneedecke (Dauer/Beginn/Ende)

Die Dauer der Schneedecke umfasst den Zeitraum zwischen dem ersten und dem letzten Tag mit einer Schneedecke eines Jahres. Schneedecke bezieht sich auf eine morgendliche Schneeauflage von mindestens 1 cm Höhe. Die Jahre werden dabei von August bis Juli anstatt von Jänner bis Dezember ausgewertet, um die Teilung der natürlichen Schneesaison zu vermeiden. Die Dauer der Schneedecke kann durchaus zwischenzeitliche apere Abschnitte beinhalten.

Auf dem Dachsteingipfel umspannt die Dauer zwischen der ersten Schneedecke im Spätsommer und der letzten Schneedecke im Hochsommer üblicherweise fast das ganze Jahr. In Mittelgebirgslagen um 1500 m Seehöhe hält der Winter meist in der ersten Oktoberhälfte Einzug und es dauert über sieben Monate bis in die zweite Maihälfte, ehe die letzte Schneedecke abschmilzt. In den meisten Niederungen bildet sich die erste Schneedecke üblicherweise in der zweiten Novemberhälfte aus, während die letzte Schneedecke Mitte-Ende März anzutreffen ist. Die dazwischenliegende, etwa viermonatige Schneedeckendauer ist naturgemäß von vielen schneefreien Episoden gekennzeichnet.

Schneedeckentage

Als Schneedecke bezeichnet man eine geschlossene Schneeauflage von mindestens 1 cm Höhe. Die mittlere jährliche Anzahl der Schneedeckentage gibt an, wie häufig diese Bedingung durchschnittlich erfüllt wird.

Die Anzahl der Tage, an denen tatsächlich eine Schneedecke vorhanden ist, schwankt im Klimamittel zwischen knapp 40 Tagen in Innnähe und über 330 Tagen, also elf Monaten, auf dem Hohen Dachstein. In Linz ist beispielsweise an durchschnittlich 42, in Vöcklabruck an 50, in Freistadt an 79 und in Bad Ischl an 85 Tagen eine Schneedecke vorhanden. In Mittelgebirgslagen um 1500 m Seehöhe liegt an rund der Hälfte der Tage eines durchschnittlichen Jahres Schnee.


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