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CLAIRISA

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Vegetation in Oberösterreich

(Mag. Johann Hiebl, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Wien, www.zamg.ac.at Logo von der ZAMG)

Vegetationsperiode

Mit Vegetationsperiode wird jener Abschnitt des Jahres bezeichnet, in dem Pflanzen photosynthetisch aktiv sind, d. h. wachsen, blühen und fruchten. Der Beginn (das Ende) der Vegetationsperiode nach der Fünf-Grad-Schwelle fällt auf den ersten (letzten) Tag des längsten durchgehenden Abschnitts an Tagen mit einer Mitteltemperatur von mindestens 5° C. Allerdings wird ein früherer (späterer) Abschnitt solch warmer Tage bereits (noch) in die Vegetationsperiode miteinbezogen, falls er länger anhält als die Summe aller dazwischenliegenden kühleren Tage. Die Fünf-Grad-Schwelle hat allgemeine landwirtschaftliche Bedeutung und steht in Verbindung mit der merkbaren Zunahme der Wuchsleistung.

Die Vegetationsperiode nach der Fünf-Grad-Schwelle dauert im Zentralraum sowie entlang des Inns im langjährigen Durchschnitt etwa sieben bis acht Monate, am längsten im Machland sowie in der städtischen Wärmeinsel von Linz. Hier beginnt die Vegetationsperiode typischerweise in der zweiten Märzhälfte und dauert bis knapp in den November hinein an. Im Großteil des Mühlviertels, im Sauwald und im Hausruck sowie in den Alpentälern ist die Dauer der Vegetationsperiode um ungefähr ein bis eineinhalb Monate reduziert und beginnt dementsprechend erst im Laufe des April, während sie in der zweiten Oktoberhälfte endet. Generell geht der Beginn der Vegetationsperiode von Tief- zu Hochlagen im Frühling vergleichsweise zögerlich vor sich, während ihr herbstliches Ende im Oktober rasch vom Gebirge in die Niederungen voranschreitet. In 1500 m Seehöhe fördern durchschnittlich gut viereinhalb Monate, von Mitte Mai bis Anfang Oktober, die pflanzliche Entwicklung. In 2500 m Seehöhe verbleiben rund sieben Wochen, die sich auf den Hochsommer beschränken.

Während dieser sehr unterschiedlich langen Zeit liegt die mittlere Lufttemperatur in den Niederungen recht verbreitet bei 14° C. Nur langsam verringert sich mit zunehmender Seehöhe und kürzer werdender Dauer der Vegetationsperiode der entsprechende Temperaturwert auf etwa 10 °C in 1500 m und auf etwa 8° C in 2500 m Seehöhe. Das Ineinandergreifen von seehöhenbedingter Temperaturabnahme und Niederschlagsstau am Gebirgsrand verursacht ein komplexes Raummuster der mittleren Niederschlagssumme während der Vegetationsdauer. In Tieflagen treten deutlich die hohen Niederschlagssummen der typischen Nordstaulagen hervor. So ist das räumliche Maximum mit über 1100 mm am Hallstätter See zu finden. In unmittelbarer Nähe, nämlich am Hohen Dachstein, wo in der kurzen Vegetationszeit weniger als 300 mm zusammenkommen, tritt das Minimum hervor. Über ganz Oberösterreich gemittelt fällt in der Vegetationsperiode im langjährigen Durchschnitt rund 680 mm Niederschlag.


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